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Südfassade Schulhaus Maihof
 
 

Schulhaus Maihof, Luzern
Denkmalpflegerische Gesamtsanierung, Umbau und Erweiterung

Bauherrschaft
Stadt Luzern, Baudirektion Immobilien

Projekt: generalplan 4 AG - Eine gemeinsame Unternehmung der GMT Architekten AG und peba Architekten AG Luzern
Planung: 2009 - 2011
Ausführung: 2011 - 2013

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Das Schulhaus Maihof wurde 1906 in Betrieb genommen. Das Projekt wurde vom damaligen städtische Baudirektor und Architekt Othmar Schnyder geplant. Es handelt sich beim Maihof-Schulhaus um das erste Schulgebäude der Stadt in einem Aussenquartier. Dem renovationsbedürftigen Schulhaus fehlten zusätzliche Unterrichtsräume, Gruppenräume und zeitgemässe Flächen für die Lehrpersonenarbeit.

Gruppenraum im Neubau
Die Aula verbindet Neu- und Altbau im Untergeschoss
 
 
 

Unser Erneuerungskonzept sah vor, den bestehenden Bau in seiner Struktur zu erhalten und restauratorisch zu sanieren. Notwendige Ergänzungsflächen wurden in einem Erweiterungsbau wurde als eigenständiger Körper in den Hof gestellt und enthält funktionsneutrale Gruppenräume, Bibliothek und Aula. Zwischen der Innenfassade des Neubaus und der weiterhin sichtbaren, früheren Innenhoffassade wurde ein längsrechteckiger Lichthof eingefügt. Dank einer Schrägverglasung erhalten die inneren Räume genügend Tageslicht. Die vollständige Erneuerung der Nasszellen ermöglichte den Einbau der notwendigen technischen Steigzonen, wodurch die übrigen Räume entlastet wurden.

Die Sanierung hatte das Ziel, den Wert des historisch bedeutenden Baus herauszuarbeiten und sichtbar zu machen. Historisch wertvolle Bauteile wurden restauriert und in die Gestaltung einbezogen. Die Gebäudestruktur blieb erhalten, die Nutzung wurde jedoch optimiert und die Haustechnik erneuert.

 
 

Die Decken des Schulhauses Maihof wurden 1906 mit vorgefertigten Beton-Hohlkörper-Elementen nach dem System «Siegwart» gebaut. Dieses damals kostengünstige Bausystem begrenzte beim Umbau den Spielraum für notwendige Durchbrüche. Die Konstruktion wurde durch den Abbruch der untergehängten Gipsdecken entlastet. Dies ermöglichte zusätzliche akustische Massnahmen und statische Ergänzungen zur Erreichung der Erdbebensicherheit. Die grösste Herausforderung stellte der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung dar. Teilweise konnte dabei das bestehende Lüftungs-System reaktiviert werden. Auf den Dächern konnte eine Photovoltaik-Anlage mit 16 kW Leistung installiert werden. Dank der neuen Haustechnik und vielen kleinen Massnahmen an der Gebäudehülle konnte bei der Sanierung der Minergie-Standard erreicht werden, ohne den denkmalpflegerischen Wert des Gebäudes zu beeinträchtigen.